Lentina wird von Dämonen befreit.

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Ich traf Lentina zum ersten Mal bei einer Mädchen-Initiation. Wenn die Mädchen hier ihre Menstruation bekommen, werden sie durch ein Fest mit Tänzen und Trommeln aufgeklärt. Sie ist alleinerziehend mit fünf Kinder.

Ich erzählte Lentina, dass wir uns mit Moslems über Bibelgeschichten austauschen. Da sie eine Muslimin ist, zeigte sie großes Interesse an unseren Gruppen. Sofort bat sie mich auch: “Ich leide unter Dämonen, kannst Du mir helfen?” Ich erzählte ihr die Geschichte des besessenen Geraseners, und wie Jesus die Dämonen austrieb.

Lentina wurde lange Jahre von Dämonen gequält. Nachts wurde sie aus ihrer Hütte gerissen, riss sich die Haare aus, schlug sich selbst und wurde von den Dämonen erpresst, ihnen Essensopfer in Opfertöpfen zu geben. Wenn sie kein Geld hatte und deshalb nicht opfern konnte, erging es ihr sehr schlecht, so dass die ganze Familie zusammen kam. Familienangehörige legten dann zusammen, damit Lentina das geforderte Hühnchen oder den Reis kaufen konnte.

Lentina kam in unseren Hauskreis und ließ sich kurze Zeit darauf taufen. Dann hatten wir Anfang 2017 ein weiteres Seminar mit unseren Kollegen, einem Ehepaar aus Sambia. Diese sind auch Missionare in Mosambik. Durch ihren afrikanischen Hintergrund haben sie einen großen Einblick in die animistische Religion. Sie lehrten schon seit zwei Jahren bei unseren Seminaren. Dieses Mal lehrten sie nicht nur, sondern beteten auch für Leute.

Lentina kam jeden Tag zum Seminar und war sehnsüchtig danach, Befreiung zu erfahren. An einem Nachmittag war Lentina an der Reihe, Gebet zu empfangen. Unsere Kollegen erkundigten sich, ob in ihrer Familie jemand Zauberei betrieben hatte und wann ihre Dämonenbelastung begann. In Lentina´s Fall war es die Großmutter, die selber belastet ist. Nach einer Zeit der Seelsorge beteten wir dann für Lentina. In einem Bußgebet bat sie Gott um Vergebung für ihr altes Leben. Die Dämonen sträubten sich, rissen Lentina auf den Boden, sie zog sich an ihren Haaren und zuletzt verschwanden einige Dämonen. Da es schon spät am Abend war, beendeten wir für diesen Tag die Gebetszeit. Unser Kollege informierte mich, dass sie am nächsten Tag nochmal für sie beten werden, weil sie noch nicht komplett befreit wurde.

In der darauf folgenden Nacht träumte Lentina, wie ihre Großmutter mit ihr “Geistertänze” tanzte und ein Dämon gab seinen Namen bekannt. Dieser Dämon ist hier in der Gegend bekannt. Er bringt Leute regelmäßig einmal im Monat zur gleichen Zeit zum Umkippen. Am nächsten Tag sprachen und beteten unsere Kollegen weitere zwei Stunden mit Lentina. Danach war sie frei. “Lebe in Reinheit! Bleibe in der Gemeinschaft der Gläubigen und rufe zu Jesus, wenn Du attackiert wirst!”

Als das Seminar vorbei war, fuhren wir zu Lentina´s Haus und sie zerstörte ihre Opfertöpfe. In den folgenden Nächten wurde sie von einigen Dämonen angegriffen. Sie schrie: “Isa! Isa!” und wies die Dämonen zurecht: “Ich will Euch nicht mehr. Ich gehöre jetzt zu Jesus und ihr habt kein Recht mehr an mir!” Da verschwanden die Dämonen. Wow! Der Name Jesus hat Macht.

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Amina, Lentina´s Großmutter, war ebenfalls verzweifelt. Denn seitdem sie ein Kleinkind war, wurde sie von Dämonen gequält. Sie wurde gezwungen, eine Hütte für die Dämonen zu bauen. Eine Geisterhütte soll den Körper entlasten. Dämonen haben keinen Körper und so benutzen sie menschliche Körper oder leben in Gegenständen. “Wir wollen ein Haus haben, wo wir sitzen können,” befahlen sie Amina. “Wir brauchen auch Kapulana und Essen,” forderten sie. Welch eine Sklaverei!

Als Amina hörte, dass Jesus sie frei machen kann, wollte sie sofort getauft werden. Wir tauften sie im Meer und beteten für ihre Freisetzung. Danach zerstörten wir die Geisterhütte. Die Befürchtung der Nachbarn, dass Amina nun sterben wird, traf nicht ein. Im Gegenteil, die alte Oma hatte sogar wieder Kraft, mehrere Kilometer zu ihrem Erdnussfeld zu laufen und das Feld zu bestellen! Das hatte sie vorher lange nicht geschafft. Ihre Nächte waren durch die Dämonen ständig unterbrochen gewesen. Nachdem die Geisterhütte zerstört war, träumte Amina von einem Krieg, der vor ihrem Haus stattfand. Auch Lentina wurde in der Nacht noch einmal angegriffen. Doch die Dämonen hatten keinen Erfolg.

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Lentina kann seit ihrer Freisetzung den Mund nicht halten und mindestens 10 Frauen haben sich durch sie für Jesus entschieden.

Ich habe ein großes Licht gesehen…

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Afonso, ein neubekehrter Moslem. Und Jesus redet zu Inacios Herzen.

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Vor drei Wochen kam zufällig ein Moslem namens Afonso in unsere Bibelgruppe bei Lentina´s Haus. Wir hatten gerade das Thema abgeschlossen, da ermutigte ich die Frauen noch einmal zu erzählen, was wir besprochen hatten. Lentina erzählte die Geschichte von den zwei Räubern am Kreuz. “Wer an Jesus glaubt und sich taufen läßt, wird errettet. Wer nicht glaubt, wird verdammt werden. Lk. 16, 16.” Auch die Geschichte mit den zwei Männern, die in ein Gebetshaus gehen, besprachen wir.

Afonso stellte mir (Simone) die typische Frage: “Bist Du Christ oder Moslem?” Ich antwortete: “Es ist nicht entscheidend, was du bist. ´Christ´ ist eine Bezeichnung. Religionen haben immer Regeln, zum Beispiel Kleiderordnung. Aber das Einhalten von Regeln und Erfüllen von Pflichten ist nicht das, was vor Gott zählt. Gott schaut unser Herz an. Was dich errettet, ist der Glaube an den Erretter Isa. Isa ist nicht nur für die Christen da, sondern er ist der Retter der ganzen Welt.”

Afonso ging ein Licht auf und er sagte: “Ich will mich taufen lassen. Wann und wo kann ich noch mehr hören? Können wir bei meinem Haus nicht auch eine Gruppe starten?” In der Gebetsrunde betete er mit seinen eigenen Worten und schüttete sein Herz vor Gott aus.

Letzten Samstag kam Afonso in unseren Hauskreis und ließ sich auch gleich taufen. Martin fragte in die Runde, ob jemand Inacio in die Dörfer begleiten möchte. Afonso war sofort bereit dazu.

Heute kamen Afonso und Inacio durchnäßt (Regenzeit!) aus den Dörfern zurück. Die neuen Gläubigen in den Dörfern waren begeistert, dass sich wieder ein richtiger Moslem für Jesus entschieden hat. Bei Afonso sind an der Stirn Gebetsnarben vom harten Boden der Moschee zu sehen.

Und auch Inacio wirkte sehr ermutigt durch Afonso. Denn der ist bereit, zu lernen und hat geistlichen Hunger.

Dann erzählte Inacio, dass Gott gestern zu seinem Herzen gesprochen hat, als er von seinem Feld zurück kam: “Ich kümmere mich um Deinen Sohn. So wie eine Großmutter sich um einen Enkel kümmert, wenn die Mutter gestorben ist.” “Das muss doch die Stimme Gottes gewesen sein”, wollte Inacio bestätigt bekommen und weiter sagte er: “Ich war so berührt und die Schmerzen waren wie weggenommen. Das habe ich auch allen in den Dörfern erzählt.”

Er ermutigt auch seine Frau: “Laß uns weiter auf Jesus vertrauen! Der Teufel will, dass wir unseren Glauben verlieren und zweifeln, weil Gott kein Wunder getan hat.” Ich sagte Inacio, dass es eine Zeit der Trauer braucht, denn es war schrecklich, was Halima passiert ist. Sie soll aber wissen: “Der Teufel ist gekommen, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Jesus ist aber gekommen, damit wir Leben haben. “Der Teufel hat Deinen Sohn geraubt, sogar umgebracht, aber er will auch Halimas Glauben rauben. Wir müssen für sie beten, dass Jesus auch zu ihr spricht und sie vielleicht einen Traum hat, durch den sie getröstet wird.”

 

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Er atmet nicht mehr…

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Halima ist Inacios Frau. Sie hat in ihrem Leben schon viele Fehlgeburten erlebt. Als ich Inacio und Halima einmal zu ihrem Feld begleitete, kamen wir am Friedhof vorbei: “Hier liegen unsere Kinder begraben. Wir können nicht mehr zählen, wieviele es sind.”

Nachdem wir im August aus dem Heimataufenthalt zurückkamen, erfuhren wir die freudige Nachricht. Halima war im dritten Monat schwanger. Martin fuhr sie nach Nacala in eine Privatklinik, um sie genau untersuchen zu lassen. Außer dem Mangel eines Hormons schien alles in Ordnung zu sein. Das fehlende Hormon wurde Halima in Form von 3 Injektionen über die Schwangerschaft verteilt gegeben.

Vergangenen Mittwoch brachten wir Halima ins Krankenhaus. Sie hatte in der Nacht zuvor einen Blasensprung gehabt und hatte eine Menge Fruchtwasser verloren. Die Hebamme sagte: “Der Muttermund ist noch geschlossen. Halima muss Antibiotikum einnehmen wegen der Gefahr einer aufsteigenden Infektion.” Nach einer Nacht der Kontrolle wurde Halima wieder nach Hause entlassen.

Heute (Sonntag) rief Inacio uns um 8.00 Uhr morgens an. “Meine Frau hat starke Wehen.” Martin und ich fuhren sofort nach Naminambo. Inacio beruhigte die anwesenden Frauen: “Gott kann Wunder tun. Er hat sogar ein Baby wachsen lassen im Bauch einer Jungfrau. Er kann auch machen, dass ein Baby im 7. Monat überlebt.”

Im Krankenhaus gebar Halima nach kurzer Zeit einen kleinen Jungen. Er wog nur 1700 Gramm, aber sah recht rosig aus. Halima selbst bekam eine schmerzhafte Sonderbehandlung, da die Nachgeburt nicht komplett raus kam. Der kleine Junge trank noch nicht sofort von der Brust. Vielleicht war er zu erschöpft.

Nachmittags fuhr ich wieder ins Krankenhaus. Inacio unterhielt sich im Flur gerade mit der Hebamme. Sie informierte mich: “Der Kleine hat gerade von der Brust getrunken. Doch jetzt schläft er.” Inacio war erleichtert: “Oh, wie schön!” und zur Hebamme gewandt sagte er: “Gott hat Vollmacht. Er tut Wunder…” Ich ging zu Halima, um mir ihren Sohn anzuschauen. Er lag totenstill neben ihr. Welch ein Schreck! Er atmete nicht mehr und war schon etwas bläulich. Halima hatte es noch nicht bemerkt. Sie dachte, er schliefe.

Ich rannte in den Flur zur Hebamme und auch Inacio war noch da. “Können sie bitte mal kommen. Ich glaube, er atmet nicht mehr!”, bat ich die Hebamme. Im Wärmebettchen schauten die Hebamme und ich ihn genauer an. Es war kein Leben mehr in diesem kleinen Kerl. Wir brachten ihn zu Inacio, der daraufhin voller Schmerz schluchzte und sich an die Tür lehnte. Ich legte dem toten Baby die Hand auf und betete. Auch Inacio betete halblaut. Leider regte es sich nicht mehr und ging stattdessen zu seinen Geschwistern in den Himmel.

Halima sollte zur Kontrolle im Krankenhaus bleiben. Doch sie wehrte sich mit Leibeskräften. So fuhren wir sie mit 5 weiteren Frauen, die sie im Krankenhaus besuchten, nach Naminambo. Eine Frau hielt das tote Baby, welches in ein Tuch gewickelt war. Die zwei Kinder von Inacio und Halima begrüßten uns freudestrahlend, bis sie den Grund unseres Kommens erfuhren. In der Hütte begann Halimas Mutter laut zu schluchzen. Ich nahm sie in den Arm und sprach tröstende Wort in eMakua: “Halima hat viele Kinder im Himmel. Eines Tages wird sie ihre Kinder dort treffen und Du Deine Enkel.” Nachbarsfrauen kamen und versammelten sich in der dunklen Hütte und weinten zusammen.

Halima´s Onkel (das Familienoberhaupt) sollte kommen und entscheiden, wann die Beerdigung abgehalten werden soll. Wir fuhren schweigsam nach Hause.

Hatte ich nicht von Gott gehört: “Vertraue mir! Du wirst heute ein Wunder sehen!” Halima ist fix und fertig. Sieht so ein Wunder aus? Doch Gott kann auch diese schmerzhafte Situation gebrauchen. Nachdem letztes Jahr ein Verwandter von Inacio starb, wurde eine neue Bibelgruppe im Dorf seines Onkels gestartet und durch dieses Dorf eine weitere im Dorf von Imam Shurama. Als der Sohn seiner Zweitfrau starb, bekehrten sich kurz danach seine Schwiegereltern und wurden von Dämonen befreit.

 

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Weihnachten in Afrika

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Weihnachten liegt hinter uns. 2018 hat begonnen. Heiligabend verbrachten wir zunächst als Familie mit einer Besucherin. Am 26. Dezember fuhren wir 300 km nördlich, um Kollegen zu besuchen.

Unsere neuen Gläubigen feierten kein Weihnachten, denn ihre Kultur ist weiterhin muslimisch. Inacio wurde an einem Freitag in Imam Shurama`s Dorf von weiteren 13 Imamen und insgesamt 38 Leuten erwartet. Das Thema dieser Woche war: “Glaube an Jesus und laß Dich taufen, so wirst Du gerettet!” Die Unterhaltung verlief sehr gut. Ein Imam war beeindruckt: „Inacio ist ein richtiger Moslem. Aber er folgt Jesus nach!“

Eine Frau aus demselben Dorf, die unter Dämonen litt, ließ sich die Woche darauf taufen und entschied sich gegen ihren Geisterkult. Vor den Augen der gesamten Familie und Dorfbevölkerung zerstörte sie ihre drei Geisterhütten und bekannte, sie will nur Jesus alleine folgen.
Unser Wächter Arlindo, der bereits eine Bibelgruppe bei sich zuhause leitet, hat sich entschieden, freitags im Dorf seiner Schwester und seines Onkels eine weitere Gruppe zu starten. Super!
Wir sind gespannt auf das Jahr 2018.
Wer gerne unsere Gebetsinfos erhalten möchte, melde sich bitte unter Martin.Schumann1@gmx.de.
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Taufe des blinden Opa´s

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Am späten Vormittag wollten wir unseren Hauskreis fast absagen. Es regnete, donnerte und blitzte gewaltig. Doch der Plan war, Lentina und ihre junge Cousine abzuholen und nach Naminambo zu bringen. Die Cousine bat schon seit Wochen darum, getauft zu werden. Dieses junge Mädchen ist mit 16 Jahren eine junge Mutter und hatte vor kurzem eine schlimme Choleraerkrankung im Krankenhaus überstanden.

13:00 Uhr hörte der Regen auf und wir fuhren mit Lentina, ihrer Cousine und ihrer Mutter nach Naminambo.

Inacio´s Schwiegermutter, die kürzlich von Dämonen befreit wurde, kam ebenfalls und brachte ihre 16 jährige Tochter mit, die auch unter einem Dämon litt, der sie regelmäßig zum Umkippen bringt. Die Gläubigen lehrten die Neuen über die Macht Jesu, Dämonenbefreiung und die Wassertaufe. Danach wurde am Fluß getauft.

Auch unser blinder Opa, der seit einiger Zeit in den Hauskreis kommt, war bereit, getauft zu werden. Inacio lehrte die anderen Leiter, wie sie taufen müssen.

Lentina und Mariamo, unsere zweite alleinerziehende Mutter, tauften die beiden jugendlichen Mädchen. Wir legten den Täuflingen die Hände auf und beteten auch für die Befreiung des einen Mädchens.

Was hätten wir verpaßt, wenn wir Zuhause auf unserem gemütlichen Sofa geblieben wären…

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20171216_160032Inacio`s Schwiegermutter in lila und daneben in blau ihre junge, frischgetaufte Tochter.

 

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Beerdigung

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Eine amerikanisch-kongolesische Familie besucht uns für 5 Tage. Sie leiten ein Zentrum von Jugend mit einer Mission.

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Es macht Spaß, sie mit gegrilltem Hühnchen, Waffeln und Eis zu verwöhnen. Heute haben wir uns alle am Strand ausgetobt. So nehmen wir Schumanns uns auch eine kleine vorweihnachtliche Auszeit und genießen die Gespräche, gutes Essen und Tobezeit am Strand.

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Die Andacht heute morgen durfte allerdings nicht ausfallen. Reihum erzählten unsere Arbeiter dem Besuch, wie sie durch Jesus verändert wurden: Inacio ließ sein Boot früher ständig vom Zauberer segnen, um mehr Fische zu fangen. Jetzt verabscheut er das. Chehamati hatte Probleme mit Jähzorn und Arlindo ließ seine Frau links liegen und suchte lieber fremde Frauen auf…

Gestern besuchten Inacio, Chehamati und einige Frauen aus unserem Hauskreis Anna, die Frau eines Ex-Muezins. Anna´s Vater war verstorben. Die Gläubigen liefen 4 km zu Anna´s Haus. Viele Trauernde waren berührt von der Anteilnahme der Gläubigen. Inacio nutzte die Gelegenheit, um die gute Botschaft von Jesus bekannt zu machen.

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Ein Donnerstag bei Lentina

Unser Treffen bei Lentina verlief richtig gut. Ilda, eine Neubekehrte, die beim letzten Treffen zum ersten Mal laut gebetet hatte, war heute schon viel mutiger und betete, als würde sie dies schon immer tun.

Lentina´s Oma, die noch vor kurzem sterbenskrank war, saß mit Begeisterung dabei und stimmte ständig allem zu, was gesagt wurde: “Amina. Als ich letztens so krank in meiner Hütte lag, betete ich zu Jesus und er heilte mich, so dass ich am selben Tag schon wieder Kraft hatte, draußen zur Toilette zu gehen. Wäre ich gestorben, bin ich sicher, dass ich zu Jesus gegangen wäre, weil ich auf ihn vertraue!”

Dann erzählten drei Frauen, wie sie sich miteinander gestritten hatten. Eine von ihnen konnte die Entschuldigung der anderen nicht annehmen und sprach auch nicht mehr mit ihnen. Innerlich bat ich Gott um Weisheit und lehrte sie dann: “Der Teufel will Familien und Gläubige immer auseinander bringen. Das dürfen wir nicht zulassen. Jesus hat uns so viel vergeben und so müssen wir auch einander vergeben! Vergeben ist nicht immer einfach, aber für den der vergibt, ist es das Beste, was er machen kann. Denn Groll gegen jemanden zu hegen, sitzt im Hals fest und schadet uns selber. Der Heilige Geist hilft uns dabei.”

Von Ansha, Lentina´s Mutter erfuhr ich später, dass eine Gläubige aus Neid nicht mehr zu unserem Hauskreis in Naminambo kommt. Sie durfte nicht so häufig beim Seminar kochen, wie andere Frauen (die Frauen verdienen sich dabei etwas).

Das machte mich zuletzt traurig. So sind unsere Herzen, wenn sie noch nicht von Gott verändert wurden. Diese Themen der Jüngerschaft wie Neid und Vergebung sind so wichtig. Wie schön, wenn die Einheimischen uns vertrauen und um Rat fragen.

Im folgenden Bild beten wir zusammen!

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