Imam Shurama wird angegriffen

Imam Shurama lief regelmäßig 7 km zum nächsten Dorf um bei Inacio´s Bibelgruppe dabei sein zu können. Irgendwann fragte er, ob Inacio nicht auch zu seinem Dorf kommen könne. Inacio sagte zu und seitdem gibt es nun ein Treffen bei Shuramas Haus im kleinen Buschdorf Nabila. Kurze Zeit darauf ließ er sich taufen, gemeinsam mit seinem erwachsenen Sohn. Im November kam er nach Memba zu unserem Seminar gelaufen. Ein Mann, der hungrig ist nach Gottes Wort!

Vor kurzem gab es in seinem Dorf eine Zusammenkunft von 10 Imamen und er lud sie alle zur Bibelgruppe ein. Ein Imam war beeindruckt von Inacio. “Er ist ein richtiger Moslem, aber er folgt Jesus nach.”

Die Menschen in dieser Bibelgruppe sind sehr offen. Vier Frauen haben sich bereits von ihrem Zauberkram abgewandt und sind zu Jesus umgekehrt. Es geht ihnen sehr gut und sie sind glücklich, Jesus zu folgen.

Letzte Woche wurde Imam Shurama erbost von einem anderen Imam, einem Kollegen seiner Moschee, angegriffen: “Ihr müßt damit aufhören, Jesus nachzufolgen. Das tun nur die Christen und somit seit ihr auch welche!” Shurama blieb fest: “Ich habe niemanden aus der Moschee gelockt. Wir tuen nichts Verbotenes. Wir treffen uns nur bei meinem Haus und tauschen uns aus. Ich habe niemanden abgeworben. Isa ist der Erretter der ganzen Welt und es gibt keinen anderen Weg ins Paradies, als nur durch den Glauben an ihn. Ich werde diese Wahrheit nicht verleugnen.” Einige Leute der Bibelgruppe gaben ihm Rückendeckung.

Heute ging es in Nabila (Shurama´s Dorf) um den König Josias. Die Schriften mit den 10 Geboten wurden im Haus Gottes wieder gefunden. Josias zerriß seine Kleidung und sagte: “Wir haben die Gebote Gottes vergessen. Wir haben gegen alle verstoßen. Der Zorn Gottes wird über uns kommen. Ganz besonders das Gebot, dass wir keine anderen Götter oder Traditionen folgen dürfen. Nur unserem Gott alleine.” Er rief die ganze Bevölkerung zusammen. Dann verkündete er: “Ich verspreche, dass ich Gott alleine nachfolge und seine Gebote befolge.” Das ganze Volk stimmte zu und danach gab es eine Reinigung des ganzen Landes. Geisterhütten und Bäume, die angebetet wurden, wurden zerstört. Aller Zauberkram wurde vernichtet. Danach wurde ein Fest zu Ehren Gottes veranstaltet. Als Inacio diese Geschichte erzählte und fragte, wer davon angesprochen wurde und sich Gott zuwenden möchte, schnellten sofort die Finger zweier Frauen in die Höhe. Beide ließen sich heute taufen und wollen nächste Woche ihre Zaubersachen zerstören, wenn ihre Ehemänner ihre Zustimmung geben.

Shurama wurde anschließend zu einem Klärungsgespräch in die Moschee gebeten. Inacio ermutigte ihn: “Vertraue auf Isa. Der Teufel will nur die Gruppe zerstören. Er greift den Stamm des Weinstocks an, denn dann werden alle Reben absterben. Dies darf nicht geschehen. Wir werden für dich beten.”

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Inacio in Gefangenschaft bei Zauberern

Im Frühjahr 2017 hatten wir bei einem Seminar mehrere geistliche Durchbrüche.

Unsere sambischen Kollegen Emmanuel und Martha hatten begonnen, für Leute zu beten, welche unter Besessenheit litten.  Lentina ist ein Beispiel für jemand, der frei wurde von Dämonen und sich komplett Jesus zuwandte und seine Opfertöpfe zerstörte.

Einige Zeit darauf kam eine Bande von Zauberern in unsere Stadt. Sie zogen durch die Gassen und trommelten eine riesige Menschenansammlung zusammen. Ihr Ziel war es, “die bösen Zauberer” der Bevölkerung durch Wahrsagerei herauszufinden. Wir hörten die Trommeln Tag und Nacht.

Eines Tages waren die Trommeln sehr nahe zu hören. Später erfuhren wir, dass die Zauberer einen unserer Nachbarn “entlarvt” hatten. Sie unterstellten ihm, dass er eine Schlange im Haus habe, die nachts in die Häuser geht und Geld für ihn stiehlt. Aufgrund dieser “bösen Leute” sei die Bevölkerung so arm! Die Zauberer forderten Bußgeld von unserem Nachbarn, welches er nicht aufbringen konnte und außerdem stimmte die gesamte Geschichte nicht. Weil er sich weigerte zu zahlen, schlugen einzelne Leute ihn ins Gesicht. Martin besuchte ihn später und sah, dass er ein ganz geschwollenes, blaues Gesicht hatte. Doch war er tief berührt, dass ein Weißer ihn besuchte, da die ganze Bevölkerung ihn nun mied.

Wir hörten, dass der Landrat den Zauberern verboten hatte in unserer Stadt ihre “Geschäfte” zu machen. Doch sie machten weiter. Martin ging zum Landrat und erstaunlicherweise bekam er eine Audienz bei ihm. Der Landrat bestätigte ihm, dass er die Zauberer sogar aus dem ganzen Landkreis verwiesen hatte. “Halte mich auf dem Laufenden, wenn sie weiterhin ihr Unheil treiben”, bat der Landrat.

Inacio kam zwei Stunden danach von seinem evangelistischen Dorfeinsatz zurück und informierte uns nebenbei, dass die Zauberer nun in seinen Stadtteil eingezogen waren. Sofort schwang sich Martin aufs Motorrad und fuhr mit Inacio zusammen nach Naminambo. Dort waren tatsächlich schon 200 Menschen und die Zauberer zusammen gekommen. Martin winkte den Dorfvorsteher zu sich. “Der Landrat hat verboten, dass die Zauberer hier verkehren! Seid ihr sicher, dass ihr das hier durchziehen wollt??” fragte Martin bestimmt. Der Dorfvorsteher erbleichte und rief den traditionellen König an. Der wies ihn an, alles abzublasen. Ungläubig packten die Zauberer ihre Sachen und verschwanden. Das war einfacher als gedacht! Einige aus der Bevölkerung waren allerdings so verblendet, dass sie keineswegs dankbar waren. Stattdessen verhöhnten sie Inacio und Halima, die den Weißen ins Dorf gebracht hatten.

Zwei Wochen später waren wir gerade in Deutschland für unseren Heimataufenthalt gelandet, als wir hörten, dass die Zauberer zurück in Naminambo einmarschiert waren. Sie beschuldigten und schlugen vereinzelte Leute. Eine Frau unseres Hauskreises war betroffen, da sie ihrer Verwandtschaft sagte, dass sie im Krankheitsfall keine Zauberer sondern das Krankenhaus aufsuchen sollten. Ganz besonders hatten es die Zauberer auf die Leute mit Zinkdach abgesehen (die sind wohlhabender, als die mit einem Grasdach). Mehrfach kamen sie mitternachts sogar in Inacios Hof und trommelten vor dessen Hütte und bedrohten ihn: “Morgen kümmern wir uns um Dich!”. Inacio brachte seine Frau und Kinder zu seinem Bruder in Sicherheit.

Der traditionelle König rief Inacio an und lud ihn zu einem “Klärungsgespräch” ein. Als Inacio an den vereinbarten Ort kam, wurde er von mehreren Zauberern angegriffen. Es war ein Hinterhalt! Inacio wurde geschlagen, mit Rasierklingen und großen Buschmessern geschnitten. Dreckiges Motoröl wurde in seine Wunden geschmiert. Sie nahmen ihn in Gefangenschaft und forderten ein Lösegeld von ihm. Da sie ihm sein Handy nicht abgenommen hatten, konnte Martin ihn aus Deutschland anrufen.

Was für schreckliche Nachrichten! Wir informierten sofort Beter auf der ganzen Welt.

Unser südafrikanischer Kollege Grant und unser deutscher Kollege Jan waren für ein Brillenprojekt gerade in unserer Stadt. Sie gingen zur Polizei, die aber erst am nächsten Morgen mit einem zweiten Polizisten und bewaffnet eingreifen wollte. Denn an diesem Abend seien schon zu viele Menschen vor der Hütte versammelt. Am nächsten Morgen machten sie es genau so: Es war keine große Schwierigkeit, Inacio frei zu bekommen und den Hauptschuldigen in Gefangenschaft zu nehmen.

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Inacio musste den ganzen Vorfall bei der Polizei melden und zum Beweis die Wunden im Krankenhaus bestätigen lassen. Der Zauberer kam ins Gefängnis und wenige Tage später gab es eine Gerichtsverhandlung. “Aber wir müssen das doch machen, was wir von den Dämonen gesagt bekommen”, war die Verteidigung eines Zauberers.

Letzten Endes bekam der Angeklagte 13 Monate Gefängnis oder wahlweise eine hohe Geldstrafe. Die Zauberer kauften ihn frei.

Drei Gläubige begleiteten Inacio und wichen nicht von seiner Seite während des ganzen Geschehens. Einer der Zauberer fluchte: “Morgen werdet ihr tot sein!” Doch diese hatten tiefen Frieden und keine Furcht.

Als die Zauberer von dem Brillenprojekt hörten, das Inacio organisierte, baten sie frecherweise auch um Brillen. Inacio genehmigte es ihnen und so bekamen die Zauberer nach der Gerichtsverhandlung Augentests und Brillen geschenkt. Vorher teilte Inacio ihnen unter körperlichen Schmerzen mit: “Jesus kann Euch von Dämonen befreien. Ihr müsst zu ihm umkehren!”

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Mittlerweile hörten wir, dass der verurteilte Zauberer gestorben ist und der Trommler unter den Zauberern hat jetzt verkrüppelte Finger und wird nie wieder trommeln können. Inacio hat dieses Geschehen gut verarbeitet und sagt nun: “Am Anfang ist es Traurigkeit, doch am Ende wird alles gut!”

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Frau sucht Zauberer, findet Hilfe bei Gott

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Inacio erzählte uns heute begeistert: “Gott hat wieder einmal unser Gebet erhört. An diesem Dienstag kam eine Frau, welche ich nur flüchtig kenne, an unserer Hütte vorbei. Ich saß mit meiner Frau Halima vor unserem Haus. Wir sahen, wie diese Frau erst an uns vorbei ging und sich dann umdrehte und zu uns herüber kam. Wir baten ihr einen Sitzplatz an und sie erzählte verzweifelt: “Ich habe mit meinem Mann in Nampula gewohnt. Er trinkt viel und behandelte mich und unseren Sohn nicht gut. Dann hatte er mich vor kurzem aus dem Haus geschmissen. Doch er weigerte sich, mir unseren dreijährigen Sohn mit in meine Heimat hier nach Memba mitzugeben. So fuhr ich alleine und unser Sohn wurde von der Schwester meines Mannes versorgt. Kennt ihr hier einen Imam, der mit Zauberei bewirken kann, dass ich meinen Sohn wiederbekomme?”

Inacio musste lächeln: “Du hast wirklich Glück gehabt, dass Du zu uns gekommen bist. Der Weg der Zauberei ist kein guter Weg! Du zahlst Geld und dann richtest Du nur Schaden an. Ich weiß einen besseren Weg. Wir bitten Gott im Namen Jesu, dass er Dir hilft und Deinen Sohn zu Dir zurückbringt.” Inacio erzählte ihr noch so manche Dinge über die Größe Gottes und wie Gott ihm persönlich geholfen hatte. Dann beteten sie gemeinsam. Und die Frau ging.

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Am folgenden Tag kam sie freudestrahlend zu Inacio zurück und es sprudelte aus ihr heraus: “Ich bekam einen Anruf aus Nampula! Die Schwester meines Mannes befahl meinem Mann, den Sohn zu mir zurückzusenden. Als ich den Anruf bekam, war der Kleine bereits in Begleitung auf dem Weg zu mir. Jetzt ist er zurück! Ich kann es kaum fassen! Und ich musste nicht einmal etwas für das Gebet bezahlen!” Sie sprang förmlich vor Freude in die Luft!

Inacio sagte uns noch, dass er der Frau noch mehr von der guten Botschaft erzählen wird und sie auch in unseren Hauskreis einladen wird.

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Inacio – Ein Mann geht seinen Weg.

 

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Inacio strich sein Boot an und nannte es “Tochter Safina”, nach seinem 12jährigen Mädchen.

Inacio besitzt ein Boot. Er hatte eine Fischercrew angestellt. Die Fische, die sie fingen, wurden auf sie und ihn als Bootsbesitzer aufgeteilt. Der Gewinn, den er mit seinem Boot machte, war nie sehr groß gewesen. Die Fischer gingen hinter Inacio´s Rücken zum Zauberer und ließen das Boot segnen. Sie banden dann heimlich die Fetische (kleine besprochene Zettel) an das Boot. Immer wieder entdeckte Inacio diese Zettel, riß sie zornig ab und wies die Crew zurecht: “Ich will dieses Zeug nicht. Ich vertraue auf Gott, der die Fische geschaffen hat. Er bringt sie ins Netz. Ich vertraue nicht auf diese Zauberei. Das ist mir zuwider.”

Eines Tages kamen die Fischer zu Inacio´s Hof und wollten einen Vorschuss. Er erwiderte: “Ich habe keinen einzigen Metical im Haus. Aber laßt uns zu Gott im Himmel beten, dass er uns mit Fischen versorgt.” So setzten sich die Fischer mit Inacio in einen Kreis und beteten. Am Nachmittag kam ein Fischer mit einem breiten Grinsen zu Inacio gelaufen. “Wir haben einen großen Fang gemacht!”, jubelte er.

Immer wieder lehrte Inacio die Fischercrew das Wort Gottes. “Ihr müsst umkehren und Euch Gott zuwenden.” Eines Tages kamen alle Fischer zu uns, um sich taufen zu lassen und danach verbrannten sie die Zauberfetische. Doch leider war diese Umkehr nicht echt und die Fischer machten weiter wie bisher. Wieder entdeckte Inacio neue Fetische an seinem Boot. Dazu kam, dass sie nie viele Fische fingen, hingegen die anderen Fischerboote manchmal große Fänge machten.

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Inacios Crew liess sich vor 4 Jahren taufen – doch die Hingabe war nicht tief!

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Inacios Crew verbrannte sogar einige Fetische.

Doch weiterhin hielt Inacio daran fest, nur auf Gott alleine zu vertrauen. Deshalb hatte er weiter mit seiner Crew Konflikte. Die wollte ihm einfach nicht gehorchen. Seit einigen Wochen nun hat er seine Crew entlassen. Seitdem liegt das Boot im Hafen und wird nicht benutzt. Inacio bittet Gott immer wieder um eine neue, verlässliche Crew. Ein Mann am Strand hatte ihn beschimpft: “Du bist ein Verrückter, denn Du vertraust nicht auf die Fetische!”. Inacio sagte nur: “Der hat es einfach noch nicht verstanden…”

Am Dienstag will Inacio in Nacala ein neues Netz kaufen. Letzte Woche kam ein junger Mann zu Inacio in den Hof und bat sich an, auf Inacios Boot zu arbeiten. Sie hatten gute Gespräche und der junge Mann bestätigte, keine Zauberei zu betreiben.

Dieser Mut von Inacio beeindruckt uns. Er ist entschieden, nur Jesus alleine zu folgen. Gott wird sich zu ihm stellen und ihn segnen. Bitte betet für die richtigen Männer auf seinem Boot.

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Hunger nach Gottes Wort

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Arlindo trägt Lebensmittel zum Seminar, da die Straßen mit dem Auto nicht mehr passierbar sind.

Letzte Woche hatten wir für 3 Tage ein Seminar. Dazu luden wir Gläubige aus den Dörfern ein. Auch Emmanuel und Martha (Missionarskollegen) kamen aus Mittelmosambik. Trotz starker Regenzeit hatten wir 30 Teilnehmer. Der Hunger nach Gottes Wort war einigen abzuspüren.

Elisa, Lentina´s Verwandte, war letztes Jahr von Dämonen befreit worden. Sie kam pünktlich aus ihrem Dorf allein gelaufen (25km). „Ich wollte nicht auf die anderen warten, denn sonst verpasse ich den Anfang des Seminars“, sagte sie mir bei der Begrüßung. Drei Männer aus ihrem Dorf kamen erst am folgenden Tag. Elisa saß mit strahlendem Gesicht im Seminar und saugte förmlich jedes Wort auf. “Auch im Dorf fehlt sie bei keinem Treffen und zusätzlich hat sie schon viele Leute zur Bibelgruppe mitgebracht“, bestätigte Alexandre, als wir für Elisa um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist baten.

In diesem Seminar ging es um den Heiligen Geist und alle 30 Teilnehmer kamen in die Mitte, um den Heiligen Geist zu empfangen. Gottes Gegenwart war spürbar. Die Dämonen hatten Angst und machten sich bei einer jungen Gläubigen bemerkbar. Später wurde diese Frau beim Befreiungsgebet ihre Dämonen los. Auch ihre Schwester und ihr Bruder kamen zum Gebet und wurden frei.
Ihre alte Mutter, die nie bei unseren Seminaren fehlt, hatte von 10 Kindern drei mitgebracht. Sie selber kam vor einigen Jahren zu unseren ersten Seminaren und bat um Gebet: „Weil meine Augen sich mit den Jahren verschlechtert hatten, ging ich zum Zauberer. Nachdem er seinen „ Hokuspokus” gemacht hatte, war meine Sicht weiterhin schlecht, doch zusätzlich begann ich am ganzen Körper zu zittern.“ Dieses Mal erzählte sie: „Nach dem Gebet damals bin ich die Dämonen los. Meine Sicht ist weiterhin schlecht, aber das liegt wohl an meinem Alter.“
Der Weg zur Errettung durch unseren Glauben an Jesus und Gebet in der Stille vor Gott waren weitere Themen. Die Gläubigen wurden ermutigt, das Gelernte weiterzusagen. Arlindo (unser Wächter) und Alexandre (Inacio´s Bruder) haben beide ein evangelistisches Herz. Sie waren davon besonders angesprochen, die Wahrheit nicht für sich zu behalten. Alexandre bat später um Gebet: „Ich wünsche mir, dass ich Worte spreche, die Menschen berühren. Weil sie mit Vollmacht gesprochen sind und dadurch Menschen in Gottes Reich gerettet werden.“
Die letzte Nacht gab es stark anhaltenden Regen. Der Fluß war nicht mehr passierbar. Die Polizei verbot allen Booten, hinüberzufahren. Die Teilnehmer, die den Fluß überqueren mußten, um nach Hause zu kommen, übernachteten eine weitere Nacht in Naminambo. Am nächsten Tag konnten sie mit einem Motorboot auf die andere Seite gelangen.
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Lentina wird von Dämonen befreit.

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Ich traf Lentina zum ersten Mal bei einer Mädchen-Initiation. Wenn die Mädchen hier ihre Menstruation bekommen, werden sie durch ein Fest mit Tänzen und Trommeln aufgeklärt. Sie ist alleinerziehend mit fünf Kinder.

Ich erzählte Lentina, dass wir uns mit Moslems über Bibelgeschichten austauschen. Da sie eine Muslimin ist, zeigte sie großes Interesse an unseren Gruppen. Sofort bat sie mich auch: “Ich leide unter Dämonen, kannst Du mir helfen?” Ich erzählte ihr die Geschichte des besessenen Geraseners, und wie Jesus die Dämonen austrieb.

Lentina wurde lange Jahre von Dämonen gequält. Nachts wurde sie aus ihrer Hütte gerissen, riss sich die Haare aus, schlug sich selbst und wurde von den Dämonen erpresst, ihnen Essensopfer in Opfertöpfen zu geben. Wenn sie kein Geld hatte und deshalb nicht opfern konnte, erging es ihr sehr schlecht, so dass die ganze Familie zusammen kam. Familienangehörige legten dann zusammen, damit Lentina das geforderte Hühnchen oder den Reis kaufen konnte.

Lentina kam in unseren Hauskreis und ließ sich kurze Zeit darauf taufen. Dann hatten wir Anfang 2017 ein weiteres Seminar mit unseren Kollegen, einem Ehepaar aus Sambia. Diese sind auch Missionare in Mosambik. Durch ihren afrikanischen Hintergrund haben sie einen großen Einblick in die animistische Religion. Sie lehrten schon seit zwei Jahren bei unseren Seminaren. Dieses Mal lehrten sie nicht nur, sondern beteten auch für Leute.

Lentina kam jeden Tag zum Seminar und war sehnsüchtig danach, Befreiung zu erfahren. An einem Nachmittag war Lentina an der Reihe, Gebet zu empfangen. Unsere Kollegen erkundigten sich, ob in ihrer Familie jemand Zauberei betrieben hatte und wann ihre Dämonenbelastung begann. In Lentina´s Fall war es die Großmutter, die selber belastet ist. Nach einer Zeit der Seelsorge beteten wir dann für Lentina. In einem Bußgebet bat sie Gott um Vergebung für ihr altes Leben. Die Dämonen sträubten sich, rissen Lentina auf den Boden, sie zog sich an ihren Haaren und zuletzt verschwanden einige Dämonen. Da es schon spät am Abend war, beendeten wir für diesen Tag die Gebetszeit. Unser Kollege informierte mich, dass sie am nächsten Tag nochmal für sie beten werden, weil sie noch nicht komplett befreit wurde.

In der darauf folgenden Nacht träumte Lentina, wie ihre Großmutter mit ihr “Geistertänze” tanzte und ein Dämon gab seinen Namen bekannt. Dieser Dämon ist hier in der Gegend bekannt. Er bringt Leute regelmäßig einmal im Monat zur gleichen Zeit zum Umkippen. Am nächsten Tag sprachen und beteten unsere Kollegen weitere zwei Stunden mit Lentina. Danach war sie frei. “Lebe in Reinheit! Bleibe in der Gemeinschaft der Gläubigen und rufe zu Jesus, wenn Du attackiert wirst!”

Als das Seminar vorbei war, fuhren wir zu Lentina´s Haus und sie zerstörte ihre Opfertöpfe. In den folgenden Nächten wurde sie von einigen Dämonen angegriffen. Sie schrie: “Isa! Isa!” und wies die Dämonen zurecht: “Ich will Euch nicht mehr. Ich gehöre jetzt zu Jesus und ihr habt kein Recht mehr an mir!” Da verschwanden die Dämonen. Wow! Der Name Jesus hat Macht.

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Amina, Lentina´s Großmutter, war ebenfalls verzweifelt. Denn seitdem sie ein Kleinkind war, wurde sie von Dämonen gequält. Sie wurde gezwungen, eine Hütte für die Dämonen zu bauen. Eine Geisterhütte soll den Körper entlasten. Dämonen haben keinen Körper und so benutzen sie menschliche Körper oder leben in Gegenständen. “Wir wollen ein Haus haben, wo wir sitzen können,” befahlen sie Amina. “Wir brauchen auch Kapulana und Essen,” forderten sie. Welch eine Sklaverei!

Als Amina hörte, dass Jesus sie frei machen kann, wollte sie sofort getauft werden. Wir tauften sie im Meer und beteten für ihre Freisetzung. Danach zerstörten wir die Geisterhütte. Die Befürchtung der Nachbarn, dass Amina nun sterben wird, traf nicht ein. Im Gegenteil, die alte Oma hatte sogar wieder Kraft, mehrere Kilometer zu ihrem Erdnussfeld zu laufen und das Feld zu bestellen! Das hatte sie vorher lange nicht geschafft. Ihre Nächte waren durch die Dämonen ständig unterbrochen gewesen. Nachdem die Geisterhütte zerstört war, träumte Amina von einem Krieg, der vor ihrem Haus stattfand. Auch Lentina wurde in der Nacht noch einmal angegriffen. Doch die Dämonen hatten keinen Erfolg.

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Lentina kann seit ihrer Freisetzung den Mund nicht halten und mindestens 10 Frauen haben sich durch sie für Jesus entschieden.

Ich habe ein großes Licht gesehen…

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Afonso, ein neubekehrter Moslem. Und Jesus redet zu Inacios Herzen.

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Vor drei Wochen kam zufällig ein Moslem namens Afonso in unsere Bibelgruppe bei Lentina´s Haus. Wir hatten gerade das Thema abgeschlossen, da ermutigte ich die Frauen noch einmal zu erzählen, was wir besprochen hatten. Lentina erzählte die Geschichte von den zwei Räubern am Kreuz. “Wer an Jesus glaubt und sich taufen läßt, wird errettet. Wer nicht glaubt, wird verdammt werden. Lk. 16, 16.” Auch die Geschichte mit den zwei Männern, die in ein Gebetshaus gehen, besprachen wir.

Afonso stellte mir (Simone) die typische Frage: “Bist Du Christ oder Moslem?” Ich antwortete: “Es ist nicht entscheidend, was du bist. ´Christ´ ist eine Bezeichnung. Religionen haben immer Regeln, zum Beispiel Kleiderordnung. Aber das Einhalten von Regeln und Erfüllen von Pflichten ist nicht das, was vor Gott zählt. Gott schaut unser Herz an. Was dich errettet, ist der Glaube an den Erretter Isa. Isa ist nicht nur für die Christen da, sondern er ist der Retter der ganzen Welt.”

Afonso ging ein Licht auf und er sagte: “Ich will mich taufen lassen. Wann und wo kann ich noch mehr hören? Können wir bei meinem Haus nicht auch eine Gruppe starten?” In der Gebetsrunde betete er mit seinen eigenen Worten und schüttete sein Herz vor Gott aus.

Letzten Samstag kam Afonso in unseren Hauskreis und ließ sich auch gleich taufen. Martin fragte in die Runde, ob jemand Inacio in die Dörfer begleiten möchte. Afonso war sofort bereit dazu.

Heute kamen Afonso und Inacio durchnäßt (Regenzeit!) aus den Dörfern zurück. Die neuen Gläubigen in den Dörfern waren begeistert, dass sich wieder ein richtiger Moslem für Jesus entschieden hat. Bei Afonso sind an der Stirn Gebetsnarben vom harten Boden der Moschee zu sehen.

Und auch Inacio wirkte sehr ermutigt durch Afonso. Denn der ist bereit, zu lernen und hat geistlichen Hunger.

Dann erzählte Inacio, dass Gott gestern zu seinem Herzen gesprochen hat, als er von seinem Feld zurück kam: “Ich kümmere mich um Deinen Sohn. So wie eine Großmutter sich um einen Enkel kümmert, wenn die Mutter gestorben ist.” “Das muss doch die Stimme Gottes gewesen sein”, wollte Inacio bestätigt bekommen und weiter sagte er: “Ich war so berührt und die Schmerzen waren wie weggenommen. Das habe ich auch allen in den Dörfern erzählt.”

Er ermutigt auch seine Frau: “Laß uns weiter auf Jesus vertrauen! Der Teufel will, dass wir unseren Glauben verlieren und zweifeln, weil Gott kein Wunder getan hat.” Ich sagte Inacio, dass es eine Zeit der Trauer braucht, denn es war schrecklich, was Halima passiert ist. Sie soll aber wissen: “Der Teufel ist gekommen, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Jesus ist aber gekommen, damit wir Leben haben. “Der Teufel hat Deinen Sohn geraubt, sogar umgebracht, aber er will auch Halimas Glauben rauben. Wir müssen für sie beten, dass Jesus auch zu ihr spricht und sie vielleicht einen Traum hat, durch den sie getröstet wird.”

 

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