Er atmet nicht mehr…

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Halima ist Inacios Frau. Sie hat in ihrem Leben schon viele Fehlgeburten erlebt. Als ich Inacio und Halima einmal zu ihrem Feld begleitete, kamen wir am Friedhof vorbei: “Hier liegen unsere Kinder begraben. Wir können nicht mehr zählen, wieviele es sind.”

Nachdem wir im August aus dem Heimataufenthalt zurückkamen, erfuhren wir die freudige Nachricht. Halima war im dritten Monat schwanger. Martin fuhr sie nach Nacala in eine Privatklinik, um sie genau untersuchen zu lassen. Außer dem Mangel eines Hormons schien alles in Ordnung zu sein. Das fehlende Hormon wurde Halima in Form von 3 Injektionen über die Schwangerschaft verteilt gegeben.

Vergangenen Mittwoch brachten wir Halima ins Krankenhaus. Sie hatte in der Nacht zuvor einen Blasensprung gehabt und hatte eine Menge Fruchtwasser verloren. Die Hebamme sagte: “Der Muttermund ist noch geschlossen. Halima muss Antibiotikum einnehmen wegen der Gefahr einer aufsteigenden Infektion.” Nach einer Nacht der Kontrolle wurde Halima wieder nach Hause entlassen.

Heute (Sonntag) rief Inacio uns um 8.00 Uhr morgens an. “Meine Frau hat starke Wehen.” Martin und ich fuhren sofort nach Naminambo. Inacio beruhigte die anwesenden Frauen: “Gott kann Wunder tun. Er hat sogar ein Baby wachsen lassen im Bauch einer Jungfrau. Er kann auch machen, dass ein Baby im 7. Monat überlebt.”

Im Krankenhaus gebar Halima nach kurzer Zeit einen kleinen Jungen. Er wog nur 1700 Gramm, aber sah recht rosig aus. Halima selbst bekam eine schmerzhafte Sonderbehandlung, da die Nachgeburt nicht komplett raus kam. Der kleine Junge trank noch nicht sofort von der Brust. Vielleicht war er zu erschöpft.

Nachmittags fuhr ich wieder ins Krankenhaus. Inacio unterhielt sich im Flur gerade mit der Hebamme. Sie informierte mich: “Der Kleine hat gerade von der Brust getrunken. Doch jetzt schläft er.” Inacio war erleichtert: “Oh, wie schön!” und zur Hebamme gewandt sagte er: “Gott hat Vollmacht. Er tut Wunder…” Ich ging zu Halima, um mir ihren Sohn anzuschauen. Er lag totenstill neben ihr. Welch ein Schreck! Er atmete nicht mehr und war schon etwas bläulich. Halima hatte es noch nicht bemerkt. Sie dachte, er schliefe.

Ich rannte in den Flur zur Hebamme und auch Inacio war noch da. “Können sie bitte mal kommen. Ich glaube, er atmet nicht mehr!”, bat ich die Hebamme. Im Wärmebettchen schauten die Hebamme und ich ihn genauer an. Es war kein Leben mehr in diesem kleinen Kerl. Wir brachten ihn zu Inacio, der daraufhin voller Schmerz schluchzte und sich an die Tür lehnte. Ich legte dem toten Baby die Hand auf und betete. Auch Inacio betete halblaut. Leider regte es sich nicht mehr und ging stattdessen zu seinen Geschwistern in den Himmel.

Halima sollte zur Kontrolle im Krankenhaus bleiben. Doch sie wehrte sich mit Leibeskräften. So fuhren wir sie mit 5 weiteren Frauen, die sie im Krankenhaus besuchten, nach Naminambo. Eine Frau hielt das tote Baby, welches in ein Tuch gewickelt war. Die zwei Kinder von Inacio und Halima begrüßten uns freudestrahlend, bis sie den Grund unseres Kommens erfuhren. In der Hütte begann Halimas Mutter laut zu schluchzen. Ich nahm sie in den Arm und sprach tröstende Wort in eMakua: “Halima hat viele Kinder im Himmel. Eines Tages wird sie ihre Kinder dort treffen und Du Deine Enkel.” Nachbarsfrauen kamen und versammelten sich in der dunklen Hütte und weinten zusammen.

Halima´s Onkel (das Familienoberhaupt) sollte kommen und entscheiden, wann die Beerdigung abgehalten werden soll. Wir fuhren schweigsam nach Hause.

Hatte ich nicht von Gott gehört: “Vertraue mir! Du wirst heute ein Wunder sehen!” Halima ist fix und fertig. Sieht so ein Wunder aus? Doch Gott kann auch diese schmerzhafte Situation gebrauchen. Nachdem letztes Jahr ein Verwandter von Inacio starb, wurde eine neue Bibelgruppe im Dorf seines Onkels gestartet und durch dieses Dorf eine weitere im Dorf von Imam Shurama. Als der Sohn seiner Zweitfrau starb, bekehrten sich kurz danach seine Schwiegereltern und wurden von Dämonen befreit.

 

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Weihnachten in Afrika

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Weihnachten liegt hinter uns. 2018 hat begonnen. Heiligabend verbrachten wir zunächst als Familie mit einer Besucherin. Am 26. Dezember fuhren wir 300 km nördlich, um Kollegen zu besuchen.

Unsere neuen Gläubigen feierten kein Weihnachten, denn ihre Kultur ist weiterhin muslimisch. Inacio wurde an einem Freitag in Imam Shurama`s Dorf von weiteren 13 Imamen und insgesamt 38 Leuten erwartet. Das Thema dieser Woche war: “Glaube an Jesus und laß Dich taufen, so wirst Du gerettet!” Die Unterhaltung verlief sehr gut. Ein Imam war beeindruckt: „Inacio ist ein richtiger Moslem. Aber er folgt Jesus nach!“

Eine Frau aus demselben Dorf, die unter Dämonen litt, ließ sich die Woche darauf taufen und entschied sich gegen ihren Geisterkult. Vor den Augen der gesamten Familie und Dorfbevölkerung zerstörte sie ihre drei Geisterhütten und bekannte, sie will nur Jesus alleine folgen.
Unser Wächter Arlindo, der bereits eine Bibelgruppe bei sich zuhause leitet, hat sich entschieden, freitags im Dorf seiner Schwester und seines Onkels eine weitere Gruppe zu starten. Super!
Wir sind gespannt auf das Jahr 2018.
Wer gerne unsere Gebetsinfos erhalten möchte, melde sich bitte unter Martin.Schumann1@gmx.de.
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Taufe des blinden Opa´s

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Am späten Vormittag wollten wir unseren Hauskreis fast absagen. Es regnete, donnerte und blitzte gewaltig. Doch der Plan war, Lentina und ihre junge Cousine abzuholen und nach Naminambo zu bringen. Die Cousine bat schon seit Wochen darum, getauft zu werden. Dieses junge Mädchen ist mit 16 Jahren eine junge Mutter und hatte vor kurzem eine schlimme Choleraerkrankung im Krankenhaus überstanden.

13:00 Uhr hörte der Regen auf und wir fuhren mit Lentina, ihrer Cousine und ihrer Mutter nach Naminambo.

Inacio´s Schwiegermutter, die kürzlich von Dämonen befreit wurde, kam ebenfalls und brachte ihre 16 jährige Tochter mit, die auch unter einem Dämon litt, der sie regelmäßig zum Umkippen bringt. Die Gläubigen lehrten die Neuen über die Macht Jesu, Dämonenbefreiung und die Wassertaufe. Danach wurde am Fluß getauft.

Auch unser blinder Opa, der seit einiger Zeit in den Hauskreis kommt, war bereit, getauft zu werden. Inacio lehrte die anderen Leiter, wie sie taufen müssen.

Lentina und Mariamo, unsere zweite alleinerziehende Mutter, tauften die beiden jugendlichen Mädchen. Wir legten den Täuflingen die Hände auf und beteten auch für die Befreiung des einen Mädchens.

Was hätten wir verpaßt, wenn wir Zuhause auf unserem gemütlichen Sofa geblieben wären…

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20171216_160032Inacio`s Schwiegermutter in lila und daneben in blau ihre junge, frischgetaufte Tochter.

 

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Beerdigung

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Eine amerikanisch-kongolesische Familie besucht uns für 5 Tage. Sie leiten ein Zentrum von Jugend mit einer Mission.

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Es macht Spaß, sie mit gegrilltem Hühnchen, Waffeln und Eis zu verwöhnen. Heute haben wir uns alle am Strand ausgetobt. So nehmen wir Schumanns uns auch eine kleine vorweihnachtliche Auszeit und genießen die Gespräche, gutes Essen und Tobezeit am Strand.

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Die Andacht heute morgen durfte allerdings nicht ausfallen. Reihum erzählten unsere Arbeiter dem Besuch, wie sie durch Jesus verändert wurden: Inacio ließ sein Boot früher ständig vom Zauberer segnen, um mehr Fische zu fangen. Jetzt verabscheut er das. Chehamati hatte Probleme mit Jähzorn und Arlindo ließ seine Frau links liegen und suchte lieber fremde Frauen auf…

Gestern besuchten Inacio, Chehamati und einige Frauen aus unserem Hauskreis Anna, die Frau eines Ex-Muezins. Anna´s Vater war verstorben. Die Gläubigen liefen 4 km zu Anna´s Haus. Viele Trauernde waren berührt von der Anteilnahme der Gläubigen. Inacio nutzte die Gelegenheit, um die gute Botschaft von Jesus bekannt zu machen.

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Ein Donnerstag bei Lentina

Unser Treffen bei Lentina verlief richtig gut. Ilda, eine Neubekehrte, die beim letzten Treffen zum ersten Mal laut gebetet hatte, war heute schon viel mutiger und betete, als würde sie dies schon immer tun.

Lentina´s Oma, die noch vor kurzem sterbenskrank war, saß mit Begeisterung dabei und stimmte ständig allem zu, was gesagt wurde: “Amina. Als ich letztens so krank in meiner Hütte lag, betete ich zu Jesus und er heilte mich, so dass ich am selben Tag schon wieder Kraft hatte, draußen zur Toilette zu gehen. Wäre ich gestorben, bin ich sicher, dass ich zu Jesus gegangen wäre, weil ich auf ihn vertraue!”

Dann erzählten drei Frauen, wie sie sich miteinander gestritten hatten. Eine von ihnen konnte die Entschuldigung der anderen nicht annehmen und sprach auch nicht mehr mit ihnen. Innerlich bat ich Gott um Weisheit und lehrte sie dann: “Der Teufel will Familien und Gläubige immer auseinander bringen. Das dürfen wir nicht zulassen. Jesus hat uns so viel vergeben und so müssen wir auch einander vergeben! Vergeben ist nicht immer einfach, aber für den der vergibt, ist es das Beste, was er machen kann. Denn Groll gegen jemanden zu hegen, sitzt im Hals fest und schadet uns selber. Der Heilige Geist hilft uns dabei.”

Von Ansha, Lentina´s Mutter erfuhr ich später, dass eine Gläubige aus Neid nicht mehr zu unserem Hauskreis in Naminambo kommt. Sie durfte nicht so häufig beim Seminar kochen, wie andere Frauen (die Frauen verdienen sich dabei etwas).

Das machte mich zuletzt traurig. So sind unsere Herzen, wenn sie noch nicht von Gott verändert wurden. Diese Themen der Jüngerschaft wie Neid und Vergebung sind so wichtig. Wie schön, wenn die Einheimischen uns vertrauen und um Rat fragen.

Im folgenden Bild beten wir zusammen!

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Besessener Opa

Gestern kam Lentina zum Putzen unseres Gästehauses. Ich gab ihr die Aufnahmen des letzten Hauskreises zum Anhören. Sie hatte es nicht geschafft, zum Hauskreis zu kommen, weil sie auf ihrem Feld gearbeitet hatte. Nach dem Anhören war sie sehr berührt: “Wer Jesus nicht nachfolgt, ist ein Sklave des Teufels.” Diesen Satz kann sie total bestätigen.

Von der Botschaft ergriffen sagte sie: “Wenn ich fertig bin mit putzen, dann gehe ich über den Fluß zum Opa meines Sohnes, der im nächsten Dorf wohnt. Dieser Mann leidet sehr stark unter Dämonen und ich muss ihm sagen, dass er durch Jesus frei werden kann.” Gemeinsam beteten wir dann für den Opa und für Lentina´s Vorhaben.

Heute nachmittag ging ich zum Treffen bei Lentina´s Hütte. Sie berichtete: “Gestern besuchte ich Hamade, den Opa auf der anderen Seite des Flusses. Dieser hat gleich mehrere Geisterhütten!

Zuerst schüttelte er sich wie wild und war gar nicht richtig ansprechbar. Ich betete im Namen Jesu für ihn. Daraufhin wurde er ruhig und aufnahmefähig. Ich erzählte ihm, dass er durch Jesus frei werden kann. Dies wollte er unbedingt! Er fragte auch, warum ich erst jetzt mit dieser guten Nachricht zu ihm käme. Er habe schon so viel Geld für die Dämonen ausgegeben!”

Lentina fuhr fort: “Ich lud ihn in unsere Gruppen ein und vielleicht können die anderen Gläubigen ihn auch besuchen und für ihn beten.”

 

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Die Frau eines Imam sucht Hilfe

Beim letzten Seminar erzählten fünf Frauen davon, wie sie durch Gebet von Dämonen befreit wurden. Daraufhin bat Halima (Inacio´s Frau) um Gebet: Ihre Tante litt unter bösen Geistern. Vor drei Wochen ging es Halima´s Tante dann sehr schlecht. Sie war gezwungen, nur noch Salz zu sich zu nehmen. Einige Verwandte kamen zusammen, weil sie annahmen, dass diese Frau nun sterben wird.

Inacio unterrichtete sie, dass Jesus sie frei machen kann. “Die Geister will ich nicht mehr, aber Jesus will ich auch nicht”, sagte die Betroffene. Inacio lehrte sie weiter, dass sie sich entscheiden muss, denn wer nicht unserem Herrn folgt, der gehört zum Teufel.

Ein paar Tage später kam dann eine Frau in Inacio´s Hof zu unserem Hauskreis. Sie informierte uns, dass die Besessene bereit ist, ihr Leben dem Herrn zu übergeben. Inacio und einige andere Nachfolger gingen dann zur Hütte, wo sich Halima´s Tante aufhielt. Sie erzählten noch mehr biblische Geschichten und beteten für die Besessene.

Am nächsten Tag ging es der betroffenen Frau besser. Sie hatte gut geschlafen, aß wieder normal und hatte sogar Kraft, den Hof zu fegen.

Diese Neuigkeiten der Dämonenbefreiung sprach sich rum. Die Frau eines Imams der Zentralmoschee suchte Inacio auf. Sie hatte von Halima´s Tante gehört, was Jesus für sie getan hatte. Nun bat die Frau des Imams, dass auch für ihre alte Mutter gebetet wird, welche unter bösen Geistern litt. “Jesus ist der Erretter der ganzen Menschheit”, erklärte Inacio der Frau. Sie sagte, dass sie das schon gehört hatte und es glaube.

Wie verabredet gingen letzten Dienstag die Gläubigen zur Schwiegermutter des Imams, lehrten sie und beteten für sie. Es war ein schönes Treffen mit einer großen Ansammlung der Verwandtschaft. Inacio berichtete uns freudestrahlend: “Nun ist das Licht direkt in das Haus des Imams der Hauptmoschee gekommen.” So groß ist der Herr! : )

Hier die Frauenrunde beim Seminar. Das zweite Bild zeigt Halima, der die Hände aufgelegt werden beim Gebet für ihre Tante.

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